Mit der Entwicklung der digitalen Foto- und Videotechnik wurde die Fotografie und das Filmen von Videos revolutioniert. Während früher das Ergebnis meist erst im Fotolabor oder im Filmstudio betrachtet werden konnte, kann man sich heute das Ergebnis sofort an der Kamera anzeigen lassen. Misslungene Aufnahmen können problemlos gelöscht werden. Ein erneuter Versuch kann sofort unternommen werden. Hatte man bei einem analogen Film gerade mal 24 bis 32 Versuche, ein Motiv mit dem Fotoapparat abzulichten, so können heute je nach Auflösung der Kamera und Größe der Speicherkarte mehrere 100 Bilder auf einer Speicherkarte gespeichert werden. Eine Nachbearbeitung ist sowohl bei Fotos als auch bei Videos ohne große Umstände am PC möglich. Die entsprechende Software vorausgesetzt, lässt sich ein Foto im Handumdrehen nach Belieben aufarbeiten. Nicht nur im künstlerischen Bereich sondern auch bei der Verkehrsüberwachung kommt heute die digitale Technik zum Einsatz.
Digitalkameras
Digitalkameras gibt es in verschiedenen Preiskategorien und Ausstattungsvarianten. Von der kleinen Kompaktkamera bis hin zur digitalen Spiegelreflex reicht das Spektrum, aus dem gewählt werden kann. Kleine Kompaktkameras sind heute so kompakt gebaut, dass sie bequem in der Hosen- oder Jackentasche transportiert werden können, ohne dass sie groß ins Gewicht fallen. Oft gibt es die Modelle auch in verschiedenen Farbvarianten. Das einheitliche Schwarz bei der Gehäusefarbe, das zu Analogzeiten den Standard darstellte, findet sich heute kaum noch. Natürlich punkten die kleinen Kameras auch bei der Bildqualität. Verschiedene Motivprogramme ermöglichen es dem Nutzer, ohne große Umstände in jeder Situation die perfekte Aufnahme machen zu können. Auch Videos können mit diesen Kameras aufgenommen werden. Die Aufnahmequalität wurde über die Jahre deutlich verbessert, reicht aber natürlich nicht an die eines Camcorders heran.
Anspruchsvollere Fotografen, die sich nicht gleich mit dem theoretischen Hintergrundwissen der Fotografie beschäftigen wollen, finden mit den Bridgekameras die ideale Lösung. Diese Kameras vereinen das Beste der Kompaktkameras und der Spiegelreflexkameras. Sie sind immer noch vergleichsweise kompakt gebaut, bieten aber mittlerweile bis zu 30x Zoom, lange Belichtungszeiten, hohe ISO-Werte und eine Vielzahl manueller Einstellmöglichkeiten. So kann der Fotograf seine Aufnahmen in vielerlei Hinsicht beeinflussen. Auch hier gibt es aber unzählige Motivprogramme, die dem ungeübteren Nutzer den Weg zu einer gelungenen Aufnahme deutlich erleichtern.
Spiegelreflexkameras richten sich an professionelle Fotografen. Heutzutage gibt es aber auch schon eine Vielzahl von Einsteigermodellen, die mit einer vereinfachten Menüführung auch Kameraneulinge ansprechen. In den wesentlichen Punkten sind die digitalen Spiegelreflexkameras ihren analogen Vorgängern allerdings ähnlich. Mal abgesehen davon, dass man keinen Film mehr benötigt, Motivprogramme zur Wahl stehen und viele Optiken keinen Blendenring mehr besitzen, gibt es keine weiteren nennenswerten Unterschiede.
Digitale Videos
Jede digitale Fotokamera kann mittlerweile auch Videos aufnehmen. Die Länge richtet sich dabei nach der eingesetzten Speicherkarte. Um allerdings eine gute Qualität zu erreichen, ist der Erwerb eines digitalen Camcorders unerlässlich. Diese bieten eine Qualität, die der großer Filmkameras in nichts nachstehen. Dabei sind sie aber nicht größer als eine digitale Bridgekamera. Sie können also gut in der Handtasche verstaut werden. Wie auch bei den Fotoapparaten werden die Filme heute am PC geschnitten und bearbeitet. Für die Videobearbeitung ist allerdings ein leistungsstarker Rechner nötig, da die Filmdateien ziemlich viel Speicherplatz und damit bei der Bearbeitung auch Rechenleistung benötigen.
Digitalaufnahmen zur Überwachung
Sowohl bei der Verkehrs- aber auch bei der Gebäudeüberwachung wird heute die Digitaltechnik eingesetzt. Dies geschieht sowohl statisch als auch durch mobile Videoüberwachung. Der Vorteil ist, dass Bilder und Videoaufzeichnungen so fortlaufend auch über einen längeren Zeitraum hinweg aufgenommen werden können. Während ein Film in der Kapazität limitiert war, können moderne Speichermedien eine höhere Datenmenge aufnehmen.
Bildbearbeitungssoftware – das digitale Fotostudio
Der Vorteil digitaler Fotografie ist, dass Bilder ohne Probleme am PC nachbearbeitet werden können. Dafür stehen verschiedene Softwarepakete zur Verfügung, die sich je nachdem an Einsteiger oder professionelle Fotografen richten. Mit dieser Software lassen sich viele Dinge beeinflussen, die früher mit dem Einsatz eines bestimmten Filmes umgesetzt wurden. So werden heute praktisch keine Schwarzweißaufnahmen mehr gemacht, da die Farbe einfach am PC aus den Bildern herausgerechnet werden kann.